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Buchtipps - Musik

New York in den 1970er: Hauptstadt der Popkultur, Schmelztigel für alle möglichen Kunstrichtungen, mittendrin: Duncan Hannah: Erwachsen werden, Künstler werden mit Sex, Drugs und Rock 'n' Roll und mit der Bekanntschaft der damals schon "Größten": David Bowie, Andy Warhol, Patti Smith... Aufregend & authentisch.

"Händel ist der größte Komponist, der je gelebt hat." (Ludwig van Beethoven) Der Beethoven-Biograph Karl Heinz Ott schreibt weniger pathetisch, aber durchaus überzeugend und fundiert, wie ein aus Sachsen stammender Protestant in Italien zu einem furiosen Komponisten der Gegenreformation wird. Dabei schildert er ein ganzes Zeitalter.

Album-Cover sind unauslöschlich mit unseren kollektiven musikalischen Erinnerungen verbunden; denkt man an eine Lieblingsplatte, stellt man sich das Cover vor. Generationen von Grafikern, Fotografen, Illustratoren, Künstlern und Art-Direktoren haben ihre "Werke", die Illustration von Platten-Covern, in die Geschichte der Rock-Musik verewigt. Der Taschen Verlag stellt hier 750 Cover vor. Zu jedem Cover gibt es tabellarische Informationen über Erscheinungsjahr, Interpret, Label, Art-Direktor, Fotograf oder Illustrator und mehr.

Irgendwann einmal ist wohl fast jede/jeder auf Bob Dylan gestoßen. Egal, wie stark er einen gepackt hat mit seiner Musik, und egal, was er heute einen bedeutet, dieser Rock-Folk-Blues-Künstler, Lyriker und Literaturnbobelpreisträger. Es bleiben auf jeden Fall Erinnerungen, die bis in die Jugendzeit zurück gehen. So auch bei dem Kölschen BAP-Urgestein Wolfgang Niedecken, der in seinen Erinnerungen schreibt: "...und irgendeiner fragte mich, was ich von Bob Dylan halte.

Mit ihrem ersten ins Deutsche übersetztes Buch überrascht uns die Britin Sophy Robersts mit einem Stück europäischer Kulturgeschichte, die im fernen Sibirien spielt. Seit Anfang 2000 spürt sie in den sibirischen Städten Tomsk, Tobolsk, Kjachta, Irkutsk ("Das Paris Sibiriens") und anderen Orten Klaviere, Pianos und andere Tasteninstrumente auf, die seit der Regentschaft Katharinas der Großen von Europa in die Tundra und Taiga angeschafft wurden. Sehr detailliert berichtet sie unterhaltsam und spannend von Sibiriern, Mongolen, Russen und Polen, deren Vorfahren ab dem frühen 19.

Das Porträt der kanandischen Musikerin des US-amerikanischen Musikwissenschaftlers und -kritikers David Yaffe ist akribisch und mit viel Sympathie  geschrieben. Er zeichnet das künstlerische und private Leben anhand der von Joni Mitchell veröffentlichten 19 Alben nach und beschreibt, wie stark private und familiäre Einflüsse sich auf die Texte und Musik der gefeierten Musikerin ausgewirkt haben. Auf kanpp 600 Seiten werden in den 33 Kapiteln zahlreiche Interviewpartner*innen von Joni Mitschell zitiert.

David Byrne ist ein Vordenker des Pop und ihm immer einen Schritt voraus. Nach all den Jahren im Musikbusiness weiß er genau, wie unterschiedlich Musik in Kellerkneipen und Aufnahmestudios, auf afrikanischen Dorfplätzen und in den Opernhäusern dieser Welt klingt.

Das barocke Leben in Deutschland ist geprägt von intensiver Musikalität: Dorf- und Hoffeste, Gottesdienste, bedeutende Komponisten. Von überall her klingen Melodien. Analog hierzu ist auch in Bruno Preisendörfers Betrachtung dieser Epoche alles mit Musik hinterlegt. Der Autor unternimmt einen Ausflug in die Zeit der großen Komponisten Bach, Händel und Telemann.